Archiv der Kategorie: süd-osten

Otter im Niederspreer Teichgebiet

Die ehemaligen Fischteiche liegen in einem großen Waldstück, dass eigentlich nicht für den Verkehr zugelassen ist. Egal.

Otter haben wir leider nicht gesehen im Niederspreer Teichgebiet und laut dieser Seite soll es dort zwar allemöglichen Tierarten geben, aber wir waren uns sicher typische Otter-Gänge gesehen zu haben und sogar einen gutturalen Warnlaut. (Es findet sich im Netz aber auch kein Hinweis darauf, dass Otter solche Laute machen.)

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Sehr, sehr nice: die Neiße-Grenze

Unglaubliche Wiesen an einem kleinen mäandrierendem Fluss. Muss man gesehen haben!

Von Berlin aus ist es ein kleines Stück und wirklich nur was fürs Auto. Denn die Neiße ist über 100km entfernt und die Bahn fährt nur bis Weisswasser. Da wir hier im tiefsten Osten sind und die Bewohner nach wie vor ein gespaltenes Verhältnis zu Radfahrern haben empfiehlt sich diese Fortbewegungsart nur für Adrenalin-Junkies. Es gibt selbstverständlich keine Radwege und die Strassen sind so schmal, dass auch die wenigen Autos eine gewisse Gefahr darstellen.

Man fährt auf der Strasse der Freundschaft (S127) zwischen Grenzgebiet und einem riesigen Truppenübungsplatz bis zum Abzweig nach Podrosche und in dem Dorf direkt an der Grenze dann nach rechts an der Neiße lang. Hinter dem Dorf gibt es links der Straße einen kleinen Wald mit Wiese der direkt an die Neiße angrenzt.

Im Fluss kann man definitiv Baden und auf den Wiesen picknicken. Ob Grillen oder Angeln erlaubt ist, wage ich zu bezweifeln. Also man packe was zu Essen ein, man fährt nach Brandenburg Sachsen!

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Kirche mit Opferstein in Bloischdorf

Auf dem Weg Richtung Neisse kommt man (falls man wie die Reisenden die Landstrassen nimmt) durch Bloischdorf.

Bloischdorf ist uns nur als kleines nettes Dorf ohne Infrastruktur aufgefallen, hat allerdings eine alte Kirche, deren Turm irgendwann eingefallen ist (Note to self: immer die Infotafeln fotografieren!). An seiner statt hat die Kirche nun einen Holzvorbau und sieht ein wenig aus, wie die Schlauchtürme einer Freuwilligen Feierwehr immer aussehen. Direkt neben der Kirche steht übrigens ein wunderschönes Haus mit mindestens 250qm Grundfläche offensichtlich zum Verkauf.
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Trash as trash can: Roseburg bei Ballenstedt

Wir als die Reisenden sehen viel, sehr viel Kitsch. Rund um Berlin fühlen sich viele Handwerker zur Kunst befähigt und bauen ihren RTL2- und MDR-geschulten Kunden die Pappmasché-TV-Welten in Stein und Gips nach. Aber es ist kein Vorrecht der Provinz provinziell zu sein. Auch Berliner sind nicht gefeit gegen das schamlose Raubkopieren verschiedenster Stile zum Zwecke der Selbstdarstellung.

Passend zum Sujet einer Trutzburg gegen den guten Geschmack kam der Sonnenuntergang. Kein Wunder: Kitsch ist hier Programm.

Die größte steingewordene Scheusslichkeit solchen Raubrittertums steht zwar am Rande des Harzes, wurde aber von einem Berliner verzapft. Die Roseburg sieht aus der Ferne aus, wie eine Ritterburg aus dem 13. Jahrhundert. Spätestens jedoch, wenn man über die kleinen Brückchen vor das Tor tritt ist man sich sicher, dass die gesamte Burg nur eine Fassade ist und man eigentlich an einem Filmset für eine ARD-Doku-Soap „Vor 1000 Jahren“ steht.

Dieser Eindruck ist insofern nahe an der Realität als der Bauherr Bernhard Sehring zu Lebzeiten hauptsächlich als Theaterarchitekt (Theater des Westens, Darmstadt, Bielefeld etc.) in Berlin arbeitete. Mit der Roseburg erfüllte er sich offensichtlich den Traum, all die Stile, die er für die Bühnen immer strikt trennen musste nun in einen schreienden Brei des Kitsches zu vermengen.

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