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Zum Astropeiler, zurück in die Zukunft

astropeiler

Passt nicht aufs Bild, weil zu groß: Das 25m-Teleskop.

Nach längerer Pause konnten wir Reisende uns endlich einmal wieder auf eine größere Rundfahrt durch Norddeutschland, Holland, Belgien und Westdeutschland machen. Auch wenn der eigentliche Anlass ein anderer war, wollten wir das sowieso-schon-tief-im-Westen-sein umbedingt nutzen, um eine der interessantesten Sites in Deutschland überhaupt zu besuchen: Denn mitten in der Eifel, mitten im Wald und dort zwischen kleinen Dörfern findet sich der Astropeiler. Auf einer Lichtung stehen dort zwei Radioteleskope, die seit mehreren Jahren von einer Gruppe ehrenamtlicher Helfer erhalten, restauriert, betrieben und dankenswerterweise auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

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Mit dem Rad von Bernau nach Übdersee

Nur ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster an der alten Wehrmühle, dafür aber umso romantischer.

Nein, nicht nach Übersee sondern zum Üdersee. Der findet sich in der Nähe von Finowfurt welches wiederum nicht weit entfernt von Eberswalde liegt. Wie es sich für einen Brandenburger See gehört liegt er mitten im Wald und geizt mit weitläufigen Uferbereichen. Stattdessen gibt es die kleinen Buchten, die als Badestellen nicht ungeteilte Freude auslösen. Bei den dort lebenden Biebern scheint das anders zu sein. Sie bemühen sich redlich, die Uferbereiche noch unzugänglicher zu machen.

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Oder baden? Und ob!

Irgendwie zieht es uns Reisende derzeit häufiger nach Osten. Vielleicht liegt es daran, dass wir so unbeschreiblich begeistert waren von der Neisse in der Lausitz. Im April war es jedoch noch zu kalt um mehr als die Zehen in das klare Wasser zu halten. Heute, bei knapp 30℃ stellte sich die Situation anders dar. Also suchten wir uns eine schöne Badestelle an der Oder. Zwischen sehr weit verstreuten Anglern gibt es kleine Buchten, die mit Kleewiese zum Rumlungern einladen.

Hier kann man baden. Und beim sanften Weg in den Fluss läuft man über tausende Flussmuscheln. Selten? Von wegen!

Aber in einem Fluss baden? Ist das nicht zu gefährlich? Ist das Wasser überhaupt sauber genug? Aber ja! Es gibt zwar relativ viele Schwebeteilchen in dem Wasser aber auch Indizien dafür, dass es ansonsten sehr sauber ist. Unter anderem ist der ganze Flussboden übersät mit Flussmuscheln (Wir haben die vier großen Exemplare, die wir mitnahmen übrigens wieder in die Fluten geworfen nachdem wir in der Wikipedia gelesen hatten, dass sie selten sind und woanders, dass sie zwar wie Miesmuscheln aussehen aber bei weitem nicht so schmecken sondern vielmehr ungeniessbar sind.).

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Ernte Gut, Alles Gut: Neumanns Erntegarten

Erdbeerfelder soweit das Auge reicht bestückt mit lustigen Chinesinnen, die eine Fotosession machen.

Unsere Begleiterin meinte nur „Willkommen im Paradies!“ als wir die jeweils zwei Euro Eintritt zum Neumanns Erntegarten bezahlt hatten und an den ersten Reihen Kirschbäumen vorbeigingen. In der Hand hielten wir zu der Zeit noch drei Körbe und zwei größere Plaste™-Schalen. Allesamt leer und ein gewagtes Unterfangen versprechend. Ohne Wegweiser waren wir leicht verloren und schienen ein gutes Opfer für einen Imker, der Ausschau hielt nach willigen Honigfreunden. Mit diesen wollte er in die Welt der Bienen eintauchen. Wir liessen uns von ihm den Weg zu den Erdbeeren zeigen und versprachen, nach dem Pflücken vorbeizuschauen. Daraus wurde drei Stunden später leider nichts mehr.

In diesen drei Stunden schafften wir es, nicht nur die erste Charge der Körbe zu füllen sondern auch noch die nachbestellten. Beim Verlassen des Hofes brachten wir es auf ca. 12 Kilogramm Erdbeeren, Knupper, Weisse und Schwarze Johannisbeeren, Blau- und Stachelbeeren.

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Nur noch Raps: Beobachtungen auf dem Land

Raps schmeckt nicht, hat aber einen sehr hohen Ölanteil und kann daher ohne weitere Zwischenschritte in Biosprit umgewandelt werden. Mais zum Beispiel wird besser in Biogasanlagen zu Strom und Wärme verwandelt. (Quelle: Wikipedia)

Fährt man – wie wir Reisenden – um Berlin rum wird man früher oder später feststellen, dass in diesem Jahr alle Bauern auf die glänzende Idee gekommen sind, Raps anzubauen. Überall sieht man die gelben Felder und nimmt den typischen Geruch dieses Bastards aus Rübsen und Gemüsekohl war. Zwei wirklich schlechte Jahren für Mais dürften die Landwirte von Brandenburg bis Bayern auf die gleiche Idee gebracht haben.

Als kochender Reisender weiss man jedoch, dass Raps zwar von der CMA und der Europäischen Union seit Jahren mit Unsummen in die Köpfe der Verbraucher gehämmert wird. Dabei kann man Raps nach Umzüchtungen erst seit vierzig Jahren überhaupt in der Küche verwenden. Und ein einigermassen guter Hobbykoch wird dennoch einen großen Bogen darum machen. Trotz Doppel-Null schmeckt damit zubereitetes Essen nicht.

Warum so viel Raps aber ein viel größeres Problem bedeutet …

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Auf dem Weg nach Schwedt: Vorlaubenhäuser in Lüdersdorf

In Richtung Unteres Odertal (und damit auch nach Schwedt) kann man kurz in Lüdersdorf anhalten und sich die dort noch existierenden Vorlaubenhäuser ansehen. Wir haben viel spekuliert über ehemals spanische Juden, die für einige Generationen in Holland Halt machten und dann vom großen Fritz nach Brandenburg geholt wurden, um den tumben Preußen mal zu zeigen, wie das Harken geht. Aber nein. Diese Hausform war wohl überhaupt östlich der Elbe verbreitet. Wir zweifeln daran zwar nach wie vor, aber egal. Schön anzusehen sind sie auf jeden Fall.

Eines der beiden(?) Vorlaubenhäuser in Lüdersdorf.

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Börnicke bei Bernau bei Berlin (und nicht Börnicke bei Nauen bei Berlin)

Die deutsche Wikipedia neigt ja dazu, wirklich wichtige Dinge unter den Tisch fallen zu lassen. Bei Börnicke bei Bernau bei Berlin kann es sich jedoch nicht um die übliche Willkür der Löschblockwarte handeln. Es muss mehr dahinter stecken. Denn dieses Börnicke nordöstlich von Berlin (und nicht das bei Nauen im Westen Berlins) ist ein so erstaunlicher kleiner Ort, dass es wohl mächtigere Interessen hinter der enzyklopädischen Schweigsamkeit geben muss. (Um nicht, die Aufmerksamkeit von Fefe auf uns zu ziehen, enthalten wir uns weiterer Äusserungen zu eventuellen Verschwörungstheorien.)

Das Gutshaus wird momentan renoviert und steht für die Öffentlichkeit leider nicht offen. Schade, denn es ist mit Ballsaal und Kaminzimmer wirklich beeindruckend.

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Biesenthal – Kunst am Bach

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Wieder in Berlin. Plötzlich wieder guter Kaffee, Menschen, keine Parkplätze, 24h-Supermärkte statt „tut uns leid, Essen ist alle, nächstes Restaurant in 20km, vielleicht haben die noch was“ (abends um halb acht, wohlgemerkt).
Kulturschock also. Was tun? Es bedurfte eines Ortes, der einen sanfteren Übergang bietet, also haben wir uns nach Biesenthal aufgemacht.
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Über Fichten – Wandern im Böhmerwald

In Prášily steht, auf der Dorfstraße in Richtung des Lackenberges, ein Stück Kunst. Ein paar schmale Zaunlatten halten dort Schilder mit Zitaten, zum einen vom Schriftsteller Josef Váchal aus den 30er Jahren, zum anderen vom derzeitigen Leiter des Tschechischen Touristenvereins. Beide beziehen sich auf den Umgang mit den dortigen Wäldern, der eine plädiert dafür, die Natur sich selbst zu überlassen, der andere für Eingriffe, für tourismusförderlichen Ausbau samt Notrufstationen und allem Pipapo. Die üblichen Positionen, aber deswegen gleich ein selbstgezimmertes Mahnmal?

Pfeil entgegen der Leserichtung: Jan Stráskýs Position scheint der Erbauer für wenig vorausschauend zu halten.

Klar scheint nur: Der Böhmerwald hat ein Problem. Oder eigentlich mehrere. Zum einen ist er fichtenlastig (denn Fichten wachsen schnell und ließen sich hervorragend nutzen, darum hat man sie hier im 18.jhd massenweise gepflanzt), zum anderen lieben Borkenkäfer Fichten (und sind darum massenweise dort eingefallen).

 

 

 

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Schöne böhmische Dörfer: Prášily

Ein rauschendes Flüsslein auf dem Weg nach Prášily. Lachse und Biber waren leider gerade aus.

Wenn man hinter der bayerisch-tschechischen Grenze in den Böhmerwald bzw. den Nationalpark Šumava hineinfährt, kann nach ein paar Kilometern holpriger Landstraße zwischen dichten Fichtenwäldern leicht der Eindruck entstehen, dass es dort unmöglich Menschen (außer Park-Rangern), Unterkünfte (außer vielleicht in der Ranger-Ranch, wo aber auch niemand zuhause war) und erst recht keine Siedlungen mit beidem geben kann. Und wenn man nach weiteren Kilometern schon aufgeben und sich doch in dem wenig attraktiven Tank-und-Amüsier-Grenzdorf einquartieren will, genau dann erscheint plötzlich hinter einer kleinen Steigung Prášily.

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Stadt auf Sand(stein) gebaut: Eichstätt

Auf unserer Himmelfahrt nach Böhmen hatten wir als Zwischenstop Eichstätt eingeplant. Warum? Wir wollten uns schon immer mal als Archäologen betätigen und die Stadt in der Nähe von Ingolstadt ist die Hochburg für alle Hobbygräber. Das wunderschöne Tal bildete vor 150 Mio Jahren im Jura den Boden eines Meeres und überall findet man Tagebaue in denen Natursteine abgebaut werden, respektive wurden.

Irgendwo dort muss doch der Missing Link zwischen dem Quastenflosser und dem Otter liegen! Ausser Pusteln haben wir jedoch nichts freigelegt. Die vier Kilo Steine verschönern demnächst allerdings unser kleines Marienkäferhabitat.

Mehr Bilder und mehr über Eichstätt nach dem Klick. (Mit Sound!)

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Himmelfahrt in den Böhmerwald

Hochmoor im Naturschutzgebiet an der Tschechischen Grenze. (Quelle: de.wikipedia.org)

Die Reiseplanungen für eine längere Reise in den Böhmerwald laufen langsam an. Um genauer zu sein geht es zum Biosphärenreservat Šumava direkt an der Grenze zu Bayern.

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Otter im Niederspreer Teichgebiet

Die ehemaligen Fischteiche liegen in einem großen Waldstück, dass eigentlich nicht für den Verkehr zugelassen ist. Egal.

Otter haben wir leider nicht gesehen im Niederspreer Teichgebiet und laut dieser Seite soll es dort zwar allemöglichen Tierarten geben, aber wir waren uns sicher typische Otter-Gänge gesehen zu haben und sogar einen gutturalen Warnlaut. (Es findet sich im Netz aber auch kein Hinweis darauf, dass Otter solche Laute machen.)

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Sehr, sehr nice: die Neiße-Grenze

Unglaubliche Wiesen an einem kleinen mäandrierendem Fluss. Muss man gesehen haben!

Von Berlin aus ist es ein kleines Stück und wirklich nur was fürs Auto. Denn die Neiße ist über 100km entfernt und die Bahn fährt nur bis Weisswasser. Da wir hier im tiefsten Osten sind und die Bewohner nach wie vor ein gespaltenes Verhältnis zu Radfahrern haben empfiehlt sich diese Fortbewegungsart nur für Adrenalin-Junkies. Es gibt selbstverständlich keine Radwege und die Strassen sind so schmal, dass auch die wenigen Autos eine gewisse Gefahr darstellen.

Man fährt auf der Strasse der Freundschaft (S127) zwischen Grenzgebiet und einem riesigen Truppenübungsplatz bis zum Abzweig nach Podrosche und in dem Dorf direkt an der Grenze dann nach rechts an der Neiße lang. Hinter dem Dorf gibt es links der Straße einen kleinen Wald mit Wiese der direkt an die Neiße angrenzt.

Im Fluss kann man definitiv Baden und auf den Wiesen picknicken. Ob Grillen oder Angeln erlaubt ist, wage ich zu bezweifeln. Also man packe was zu Essen ein, man fährt nach Brandenburg Sachsen!

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Wo die Hexen flogen: Mägdesprung

Am Vorabend jeden ersten Mais findet auf dem Brocken die Walpurgisnacht statt. Und dann erwacht der ganze Harz aus einem tiefen Winterschlaf und Touristen überschwemmen selbst die kleinsten Dörfer. Es gibt verschiedene Meinungen, woher die Sagen von den Hexen auf ihren Besen kommen. Viele davon gehen auf eine eigene Sagen-Kategorie zurück, die „Sprungsagen“.

Fährt man von Süden nach Mägdesprung sieht man auf der rechten Seite gleich ein altes Ferienheim und links eine alte Hütte. Beide warten offensichtlich auf neue Betreiber.

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