Wanderdüne zu Jüterbog

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Tschernobyl liegt im Berliner Hinterland!

Nahe Kloster Zinna gibt es ein spektakuläres Naturschauspiel zu bestaunen und -steigen: die legendäre größte Wanderdüne Brandenburgs. Mitten im Naturschutzgebiet Forst Zinna gelegen, wurde sie durch den nahegelegenen Militärübungsplatz reaktiviert und zieht jetzt unaufhaltsam gen Norden. Es ist also vermutlich nur noch eine Frage weniger Jahrhunderte, bis Berlin zwar nicht am Meer, aber zumindest an einem unfassbar feinen Sandstrand liegt. Oder eben darunter.

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Vor Sandleuten wird gewarnt! Die Wanderdüne auf ihrem Weg durch die Heide.

Abgesehen von dem großartig wüstenplanetigen Panorama kann man dort auch seltenen Tieren begegnen: unseren Heimweg kreuzte zum Beispiel eine echte Kreuzotter (darum heißen sie ja auch so), es soll Erdkröten, Fischotter und allerlei anderes geben, unter anderem die einzige in Deutschland lebende Spinne, die für Menschen wirklich unangenehm werden kann.

Deswegen empfiehlt es sich, die Wege dort möglichst nicht zu verlassen; ein weiterer guter Grund sind aber sicher auch die Munitionsreste und anderen Hinterlassenschaften des Truppenübungsplatzes, über die schließlich niemand gern stolpern möchte.

 

P.S.: Vor Befahren der kleinen Straße, die in das Gebiet hineinführt, wird ausdrücklich gewarnt. Erstens ist es verboten. Zweitens sind dort offensichtlich prähistorische EMPs vergraben und es hängen gut getarnte (= verrostete) Antennen in den Bäumen, die unbefugte Befahrer sofort außer Gefecht setzen. Anders ist nicht zu erklären, warum das Prachtstück schon nach wenigen Metern den Dienst einstellte.
(An dieser Stelle noch einmal Dank & Entschuldigung an unsere tapferen Mitfahrer – mit Euch wartet es sich auch mehrere Stunden toll auf Abschleppdienste!)

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Symbolbild mit Engel

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