Monatsarchive: Mai 2012

Nur noch Raps: Beobachtungen auf dem Land

Raps schmeckt nicht, hat aber einen sehr hohen Ölanteil und kann daher ohne weitere Zwischenschritte in Biosprit umgewandelt werden. Mais zum Beispiel wird besser in Biogasanlagen zu Strom und Wärme verwandelt. (Quelle: Wikipedia)

Fährt man – wie wir Reisenden – um Berlin rum wird man früher oder später feststellen, dass in diesem Jahr alle Bauern auf die glänzende Idee gekommen sind, Raps anzubauen. Überall sieht man die gelben Felder und nimmt den typischen Geruch dieses Bastards aus Rübsen und Gemüsekohl war. Zwei wirklich schlechte Jahren für Mais dürften die Landwirte von Brandenburg bis Bayern auf die gleiche Idee gebracht haben.

Als kochender Reisender weiss man jedoch, dass Raps zwar von der CMA und der Europäischen Union seit Jahren mit Unsummen in die Köpfe der Verbraucher gehämmert wird. Dabei kann man Raps nach Umzüchtungen erst seit vierzig Jahren überhaupt in der Küche verwenden. Und ein einigermassen guter Hobbykoch wird dennoch einen großen Bogen darum machen. Trotz Doppel-Null schmeckt damit zubereitetes Essen nicht.

Warum so viel Raps aber ein viel größeres Problem bedeutet …

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Schwedt sehen und weiterfahren.

Wenn man sich im Nationalpark Unteres Odertal verfährt, landet man mit etwas Pech in Schwedt, “einer der wohl trostlosesten Städte Ostdeutschlands” (Quelle: Experte).

Wir haben hier keine urbane Bohème, also malen wir uns eine. Utopie auf Theater in Schwedt, Spielplan nach dem Klick.

Karte und mehr nach dem Klick

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Auf dem Weg nach Schwedt: Vorlaubenhäuser in Lüdersdorf

In Richtung Unteres Odertal (und damit auch nach Schwedt) kann man kurz in Lüdersdorf anhalten und sich die dort noch existierenden Vorlaubenhäuser ansehen. Wir haben viel spekuliert über ehemals spanische Juden, die für einige Generationen in Holland Halt machten und dann vom großen Fritz nach Brandenburg geholt wurden, um den tumben Preußen mal zu zeigen, wie das Harken geht. Aber nein. Diese Hausform war wohl überhaupt östlich der Elbe verbreitet. Wir zweifeln daran zwar nach wie vor, aber egal. Schön anzusehen sind sie auf jeden Fall.

Eines der beiden(?) Vorlaubenhäuser in Lüdersdorf.

Karte und ein wenig mehr nach dem Klick …

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Börnicke bei Bernau bei Berlin (und nicht Börnicke bei Nauen bei Berlin)

Die deutsche Wikipedia neigt ja dazu, wirklich wichtige Dinge unter den Tisch fallen zu lassen. Bei Börnicke bei Bernau bei Berlin kann es sich jedoch nicht um die übliche Willkür der Löschblockwarte handeln. Es muss mehr dahinter stecken. Denn dieses Börnicke nordöstlich von Berlin (und nicht das bei Nauen im Westen Berlins) ist ein so erstaunlicher kleiner Ort, dass es wohl mächtigere Interessen hinter der enzyklopädischen Schweigsamkeit geben muss. (Um nicht, die Aufmerksamkeit von Fefe auf uns zu ziehen, enthalten wir uns weiterer Äusserungen zu eventuellen Verschwörungstheorien.)

Das Gutshaus wird momentan renoviert und steht für die Öffentlichkeit leider nicht offen. Schade, denn es ist mit Ballsaal und Kaminzimmer wirklich beeindruckend.

Vogelstimmen und Karte nach dem Klick …

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Biesenthal – Kunst am Bach

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Wieder in Berlin. Plötzlich wieder guter Kaffee, Menschen, keine Parkplätze, 24h-Supermärkte statt “tut uns leid, Essen ist alle, nächstes Restaurant in 20km, vielleicht haben die noch was” (abends um halb acht, wohlgemerkt).
Kulturschock also. Was tun? Es bedurfte eines Ortes, der einen sanfteren Übergang bietet, also haben wir uns nach Biesenthal aufgemacht.
Karte und mehr nach dem Klick

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Rückreise über die ’27′ durch Tschechien

Der Prenzlauer Berg liegt exakt 500km vom Herz des Biosphärenreservat Šumava im Böhmerwald entfernt. Auf der Rückreise unserer Himmelfahrt in den Böhmerwald fuhren wir schnurstracks auf der Landstrasse 27 durch Tschechien. Eine wunderschöne Landstrasse mit gemäßigtem Verkehr, die z.B. durch Plzeň führt. Auf dem Weg sieht man etliche Höfe, Burgen, alte Fabriken, die zum Verkauf stehen. Die Preise bewegen sich meistens im fünfstelligen Euro-Bereich und übersteigen selbst bei dem besterhaltenen, großen Bauernhof nie die einhunderttausend Euro.
Route auf grader Linie von Berlin in die Šumava …

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Über Fichten – Wandern im Böhmerwald

In Prášily steht, auf der Dorfstraße in Richtung des Lackenberges, ein Stück Kunst. Ein paar schmale Zaunlatten halten dort Schilder mit Zitaten, zum einen vom Schriftsteller Josef Váchal aus den 30er Jahren, zum anderen vom derzeitigen Leiter des Tschechischen Touristenvereins. Beide beziehen sich auf den Umgang mit den dortigen Wäldern, der eine plädiert dafür, die Natur sich selbst zu überlassen, der andere für Eingriffe, für tourismusförderlichen Ausbau samt Notrufstationen und allem Pipapo. Die üblichen Positionen, aber deswegen gleich ein selbstgezimmertes Mahnmal?

Pfeil entgegen der Leserichtung: Jan Stráskýs Position scheint der Erbauer für wenig vorausschauend zu halten.

Klar scheint nur: Der Böhmerwald hat ein Problem. Oder eigentlich mehrere. Zum einen ist er fichtenlastig (denn Fichten wachsen schnell und ließen sich hervorragend nutzen, darum hat man sie hier im 18.jhd massenweise gepflanzt), zum anderen lieben Borkenkäfer Fichten (und sind darum massenweise dort eingefallen).

 

 

 

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Schöne böhmische Dörfer: Prášily

Ein rauschendes Flüsslein auf dem Weg nach Prášily. Lachse und Biber waren leider gerade aus.

Wenn man hinter der bayerisch-tschechischen Grenze in den Böhmerwald bzw. den Nationalpark Šumava hineinfährt, kann nach ein paar Kilometern holpriger Landstraße zwischen dichten Fichtenwäldern leicht der Eindruck entstehen, dass es dort unmöglich Menschen (außer Park-Rangern), Unterkünfte (außer vielleicht in der Ranger-Ranch, wo aber auch niemand zuhause war) und erst recht keine Siedlungen mit beidem geben kann. Und wenn man nach weiteren Kilometern schon aufgeben und sich doch in dem wenig attraktiven Tank-und-Amüsier-Grenzdorf einquartieren will, genau dann erscheint plötzlich hinter einer kleinen Steigung Prášily.

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Das katholische Epizentrum in Bayern: Regensburg

Zwischen Eichstätt und dem Böhmerwald kommt man nicht umhin, in Regensburg Halt zu machen. Nein, nicht wg. Kardinal Ratzinger sondern, weil dort Johannes Kepler lebte starb. Insgesamt eine nette kleine Stadt mit viel zu vielen Touristen und einem beeindruckenden gotischem Dom St. Peter.

Hier starb Kepler 1630 bei einem kurzen Besuch. Mehr nach dem Klick.

Mehr und Route nach dem Klick …

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Stadt auf Sand(stein) gebaut: Eichstätt

Auf unserer Himmelfahrt nach Böhmen hatten wir als Zwischenstop Eichstätt eingeplant. Warum? Wir wollten uns schon immer mal als Archäologen betätigen und die Stadt in der Nähe von Ingolstadt ist die Hochburg für alle Hobbygräber. Das wunderschöne Tal bildete vor 150 Mio Jahren im Jura den Boden eines Meeres und überall findet man Tagebaue in denen Natursteine abgebaut werden, respektive wurden.

Irgendwo dort muss doch der Missing Link zwischen dem Quastenflosser und dem Otter liegen! Ausser Pusteln haben wir jedoch nichts freigelegt. Die vier Kilo Steine verschönern demnächst allerdings unser kleines Marienkäferhabitat.

Mehr Bilder und mehr über Eichstätt nach dem Klick. (Mit Sound!)

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Hofhalten in Hof

Ganz entgegen unserer Gewohnheiten hatten wir uns für Hof, das erste Etappenziel Richtung Böhmerwald, schon einen Übernachtungsort organisiert: ein nettes kleines Hotel hinterm Bahnhof, das sowohl mit Badewanne als auch selbstgebackenem Kuchen zum Frühstück aufwarten konnte. Drei Häuser weiter gabs sogar ein bißchen Rotlichtviertel, wie sich das für Bahnhofsgegenden so gehört – allerdings nennt man sich in Hof fein “Erotikdienstleistungscenter”.
Viel mehr gibt es von dort auch nicht zu berichten, abgesehen von der Tatsache, dass pünktlich zum Ende des DFB-Pokalfinales (das die Bayern bekanntlich haushoch verloren) ein scheinbar städtisch organisiertes Feuerwerk gezündet wurde. Sympathisch.

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Reiseziel: Heilstätte am Grabowsee

Echte Kleinode entdecken die von "Reisen durch Brandenburg". Dieser Raum für Kunst liegt in der Nähe von Oranienburg. (Quelle: brandenburg-reise.com)

Auf den virtuellen Reisen durch Brandenburg auf der Suche nach Zielen für reale Reisen, stößt man mit etwas Glück auf den Blog “Reisen durch Brandenburg“. Er wird betrieben von den zwei Berlinern Susann und Jan, die auf dem Blog über ihre Entdeckungen jenseits der großen Stadt berichten. Also sind sie im weitesten Sinne Reisende. Und was sie da entdecken ist mindestens so schön, wie unsere Perlen. Zum Beispiel die Heilstätte am Grabowsee. Hammer!

Der Blog ist mit viel Liebe und trotzdem ohne Schischi gemacht. Wir Reisende begrüßen das und danken artig.

 

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Wanderdünen auf Reisen

Das Wohnmobil bloggt unter dem Pseudonym "Wanderdüne" über seine Reisen. (Quelle: meinekleinewanderduene.wordpress.com)

Wir lieben ja Wanderdünen und eifern deren Reisetrieb nach und sind daher auch allen verbunden, die diesem gelassenen Sich-Treiben-lassen ebenfalls frönen. “Meine kleine Wanderdüne” ist so jemand. Mit dem Wohnbus geht es durch Europa. Derzeit ist eine Reise auf die britische Insel geplant. Wir Reisende begrüßen das und werden die Tour mit Spannung verfolgen.

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Himmelfahrt in den Böhmerwald

Hochmoor im Naturschutzgebiet an der Tschechischen Grenze. (Quelle: de.wikipedia.org)

Die Reiseplanungen für eine längere Reise in den Böhmerwald laufen langsam an. Um genauer zu sein geht es zum Biosphärenreservat Šumava direkt an der Grenze zu Bayern.

Karte und mehr nach dem Klick…

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