Über Fichten – Wandern im Böhmerwald

In Prášily steht, auf der Dorfstraße in Richtung des Lackenberges, ein Stück Kunst. Ein paar schmale Zaunlatten halten dort Schilder mit Zitaten, zum einen vom Schriftsteller Josef Váchal aus den 30er Jahren, zum anderen vom derzeitigen Leiter des Tschechischen Touristenvereins. Beide beziehen sich auf den Umgang mit den dortigen Wäldern, der eine plädiert dafür, die Natur sich selbst zu überlassen, der andere für Eingriffe, für tourismusförderlichen Ausbau samt Notrufstationen und allem Pipapo. Die üblichen Positionen, aber deswegen gleich ein selbstgezimmertes Mahnmal?

Pfeil entgegen der Leserichtung: Jan Stráskýs Position scheint der Erbauer für wenig vorausschauend zu halten.

Klar scheint nur: Der Böhmerwald hat ein Problem. Oder eigentlich mehrere. Zum einen ist er fichtenlastig (denn Fichten wachsen schnell und ließen sich hervorragend nutzen, darum hat man sie hier im 18.jhd massenweise gepflanzt), zum anderen lieben Borkenkäfer Fichten (und sind darum massenweise dort eingefallen).

 

 

 

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Schöne böhmische Dörfer: Prášily

Ein rauschendes Flüsslein auf dem Weg nach Prášily. Lachse und Biber waren leider gerade aus.

Wenn man hinter der bayerisch-tschechischen Grenze in den Böhmerwald bzw. den Nationalpark Šumava hineinfährt, kann nach ein paar Kilometern holpriger Landstraße zwischen dichten Fichtenwäldern leicht der Eindruck entstehen, dass es dort unmöglich Menschen (außer Park-Rangern), Unterkünfte (außer vielleicht in der Ranger-Ranch, wo aber auch niemand zuhause war) und erst recht keine Siedlungen mit beidem geben kann. Und wenn man nach weiteren Kilometern schon aufgeben und sich doch in dem wenig attraktiven Tank-und-Amüsier-Grenzdorf einquartieren will, genau dann erscheint plötzlich hinter einer kleinen Steigung Prášily.

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Das katholische Epizentrum in Bayern: Regensburg

Zwischen Eichstätt und dem Böhmerwald kommt man nicht umhin, in Regensburg Halt zu machen. Nein, nicht wg. Kardinal Ratzinger sondern, weil dort Johannes Kepler lebte starb. Insgesamt eine nette kleine Stadt mit viel zu vielen Touristen und einem beeindruckenden gotischem Dom St. Peter.

Hier starb Kepler 1630 bei einem kurzen Besuch. Mehr nach dem Klick.

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Stadt auf Sand(stein) gebaut: Eichstätt

Auf unserer Himmelfahrt nach Böhmen hatten wir als Zwischenstop Eichstätt eingeplant. Warum? Wir wollten uns schon immer mal als Archäologen betätigen und die Stadt in der Nähe von Ingolstadt ist die Hochburg für alle Hobbygräber. Das wunderschöne Tal bildete vor 150 Mio Jahren im Jura den Boden eines Meeres und überall findet man Tagebaue in denen Natursteine abgebaut werden, respektive wurden.

Irgendwo dort muss doch der Missing Link zwischen dem Quastenflosser und dem Otter liegen! Ausser Pusteln haben wir jedoch nichts freigelegt. Die vier Kilo Steine verschönern demnächst allerdings unser kleines Marienkäferhabitat.

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Hofhalten in Hof

Ganz entgegen unserer Gewohnheiten hatten wir uns für Hof, das erste Etappenziel Richtung Böhmerwald, schon einen Übernachtungsort organisiert: ein nettes kleines Hotel hinterm Bahnhof, das sowohl mit Badewanne als auch selbstgebackenem Kuchen zum Frühstück aufwarten konnte. Drei Häuser weiter gabs sogar ein bißchen Rotlichtviertel, wie sich das für Bahnhofsgegenden so gehört – allerdings nennt man sich in Hof fein „Erotikdienstleistungscenter“.
Viel mehr gibt es von dort auch nicht zu berichten, abgesehen von der Tatsache, dass pünktlich zum Ende des DFB-Pokalfinales (das die Bayern bekanntlich haushoch verloren) ein scheinbar städtisch organisiertes Feuerwerk gezündet wurde. Sympathisch.

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Reiseziel: Heilstätte am Grabowsee

Echte Kleinode entdecken die von "Reisen durch Brandenburg". Dieser Raum für Kunst liegt in der Nähe von Oranienburg. (Quelle: brandenburg-reise.com)

Auf den virtuellen Reisen durch Brandenburg auf der Suche nach Zielen für reale Reisen, stößt man mit etwas Glück auf den Blog „Reisen durch Brandenburg„. Er wird betrieben von den zwei Berlinern Susann und Jan, die auf dem Blog über ihre Entdeckungen jenseits der großen Stadt berichten. Also sind sie im weitesten Sinne Reisende. Und was sie da entdecken ist mindestens so schön, wie unsere Perlen. Zum Beispiel die Heilstätte am Grabowsee. Hammer!

Der Blog ist mit viel Liebe und trotzdem ohne Schischi gemacht. Wir Reisende begrüßen das und danken artig.

 

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Wanderdünen auf Reisen

Das Wohnmobil bloggt unter dem Pseudonym "Wanderdüne" über seine Reisen. (Quelle: meinekleinewanderduene.wordpress.com)

Wir lieben ja Wanderdünen und eifern deren Reisetrieb nach und sind daher auch allen verbunden, die diesem gelassenen Sich-Treiben-lassen ebenfalls frönen. „Meine kleine Wanderdüne“ ist so jemand. Mit dem Wohnbus geht es durch Europa. Derzeit ist eine Reise auf die britische Insel geplant. Wir Reisende begrüßen das und werden die Tour mit Spannung verfolgen.

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Himmelfahrt in den Böhmerwald

Hochmoor im Naturschutzgebiet an der Tschechischen Grenze. (Quelle: de.wikipedia.org)

Die Reiseplanungen für eine längere Reise in den Böhmerwald laufen langsam an. Um genauer zu sein geht es zum Biosphärenreservat Šumava direkt an der Grenze zu Bayern.

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Liebstadt in Sachsen

Blick vom Schloss Kuckuckstein auf Liebstadt.

Zwischen Dresden und der Tschechischen Grenze liegt nicht weit von der A17 entfernt die kleine Stadt Liebstadt. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden kämpft die Stadt zu ihrem Leidwesen nicht mit Durchgangsverkehr sondern macht sich sogar zu Recht Sorgen, dass eine Umleitung der S176 zu einem endgültigen Einschlummern aller gesellschaftlichen Aktivitäten führen könnte.

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Zwischen Rathen und Königstein

Von Rathen nach Königstein führt eine kleine einspurige Straße, der "Elbweg" an der Elbe lang. Von dort gibt es einen wunderbaren Blick auf die Berge des Elbsandsteingebirges am anderen Ufer.


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Per Anhalter nach Rom

Das sind die Jungs von „Unlimited Explorers“ auf dem Weg von Breslau nach Rom. Noch sehr glücklich, dass wir sie mitnahmen.

Per Anhalter nach Rom. Nein, nicht wir. Wir haben ja das Prachtstück, das uns meistens tapfer überall rund um Berlin hinbringt. Sondern die Jungs von Unlimited Explorers („Wir haben extra einen Brand entwickelt!“) die an dem ersten schönen Frühlingstag von Breslau nach Rom wollten. Aufgesammelt haben wir sie an der polnischen Grenze. Da wir sowieso grade auf dem Weg nach Dresden waren nahmen wir sie mit.

Sie waren überglücklich, da sie der festen Überzeugung waren, bereits die Letzten zu sein und es nie und nimmer schaffen würden, rechtzeitig einen Tag später in Rom anzukommen. An der Raststätte hinter Radebeul war die Überraschung groß als von den 600 Teilnehmern aus Polen dort etwa ein Drittel wartete. Wir wissen leider nicht, ob sie dort jemals weggekommen sind. Mal sehen …

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Otter im Niederspreer Teichgebiet

Die ehemaligen Fischteiche liegen in einem großen Waldstück, dass eigentlich nicht für den Verkehr zugelassen ist. Egal.

Otter haben wir leider nicht gesehen im Niederspreer Teichgebiet und laut dieser Seite soll es dort zwar allemöglichen Tierarten geben, aber wir waren uns sicher typische Otter-Gänge gesehen zu haben und sogar einen gutturalen Warnlaut. (Es findet sich im Netz aber auch kein Hinweis darauf, dass Otter solche Laute machen.)

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Sehr, sehr nice: die Neiße-Grenze

Unglaubliche Wiesen an einem kleinen mäandrierendem Fluss. Muss man gesehen haben!

Von Berlin aus ist es ein kleines Stück und wirklich nur was fürs Auto. Denn die Neiße ist über 100km entfernt und die Bahn fährt nur bis Weisswasser. Da wir hier im tiefsten Osten sind und die Bewohner nach wie vor ein gespaltenes Verhältnis zu Radfahrern haben empfiehlt sich diese Fortbewegungsart nur für Adrenalin-Junkies. Es gibt selbstverständlich keine Radwege und die Strassen sind so schmal, dass auch die wenigen Autos eine gewisse Gefahr darstellen.

Man fährt auf der Strasse der Freundschaft (S127) zwischen Grenzgebiet und einem riesigen Truppenübungsplatz bis zum Abzweig nach Podrosche und in dem Dorf direkt an der Grenze dann nach rechts an der Neiße lang. Hinter dem Dorf gibt es links der Straße einen kleinen Wald mit Wiese der direkt an die Neiße angrenzt.

Im Fluss kann man definitiv Baden und auf den Wiesen picknicken. Ob Grillen oder Angeln erlaubt ist, wage ich zu bezweifeln. Also man packe was zu Essen ein, man fährt nach Brandenburg Sachsen!

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Kirche mit Opferstein in Bloischdorf

Auf dem Weg Richtung Neisse kommt man (falls man wie die Reisenden die Landstrassen nimmt) durch Bloischdorf.

Bloischdorf ist uns nur als kleines nettes Dorf ohne Infrastruktur aufgefallen, hat allerdings eine alte Kirche, deren Turm irgendwann eingefallen ist (Note to self: immer die Infotafeln fotografieren!). An seiner statt hat die Kirche nun einen Holzvorbau und sieht ein wenig aus, wie die Schlauchtürme einer Freuwilligen Feierwehr immer aussehen. Direkt neben der Kirche steht übrigens ein wunderschönes Haus mit mindestens 250qm Grundfläche offensichtlich zum Verkauf.
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Wo die Hexen flogen: Mägdesprung

Am Vorabend jeden ersten Mais findet auf dem Brocken die Walpurgisnacht statt. Und dann erwacht der ganze Harz aus einem tiefen Winterschlaf und Touristen überschwemmen selbst die kleinsten Dörfer. Es gibt verschiedene Meinungen, woher die Sagen von den Hexen auf ihren Besen kommen. Viele davon gehen auf eine eigene Sagen-Kategorie zurück, die „Sprungsagen“.

Fährt man von Süden nach Mägdesprung sieht man auf der rechten Seite gleich ein altes Ferienheim und links eine alte Hütte. Beide warten offensichtlich auf neue Betreiber.

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